So fängst du mit Yoga an (und bleibst dabei)

Es ist heutzutage kein Geheimnis, dass Yoga viele Vorteile hat. Sei es auf körperlicher oder mentaler Ebene. Viele Menschen nehmen sich vor mit Yoga anzufangen oder (wieder) regelmäßiger zu üben. Woran es aber scheitert, ist das WIE? Wie soll man anfangen? Und wie schafft man es langfristig dabei zu bleiben? Und muss man dafür nicht schlank und flexibel sein und einen Handstand beherrschen. Achtung, Spoiler: Nein, das muss man nicht! Ich habe sieben Tipps für dich, wenn du endlich (wieder) mit Yoga anfangen und langfristig dran bleiben möchtest. Los geht´s!

Frage nach deinem Warum.

Warum möchtest du mit Yoga  anfangen? Es gibt kein Richtig und Falsch. Wichtig ist erstmal nur, dass du dir über deine Beweggründe klar wirst. Denn das schafft nicht nur Motivation und Ausrichtung, sondern kann dir auch Klarheit darüber geben, wie du anfangen sollst. Möchtest du beispielsweise fitter und flexibler werden ist möglicherweise ein Yogakurs im Fitness-Studio genau das Richtige für dich zum Einstieg. Möchtest du einen Ausgleich zu deinem stressigem Alltag könnte Yin Yoga im Studio oder kurze Yoga-Einheiten im Büro, Meditationen und Pranayama auf Youtube etwas für dich sein. Praktizierst du schon Yoga und brauchst nur ein paar neue Ideen, findest du auf Instagram viel Inspirationen. Du siehst also: Es macht Sinn für sich fest zu legen, warum man Yoga machen möchte. Das heißt ja nicht, dass sich das später nicht noch ändern kann.

Probiere verschiedene Yogastile & –lehrerInnen aus.

Als nächsten Schritt empfehle ich dir mehrere Yogastile und –lehrerInnen auszuprobieren. So viel die Yogastile auch gemeinsam haben, so verschieden sind sie auch. Kundalini Yoga ist z.B. eine sehr spirituelle Yoga-Richtung, während Ashtanga Yoga körperlich sehr fordernd ist. Die Essenz des Yogas ist immer sich zu verbinden, mit sich selbst und anderen, aber die Wege dorthin sind sehr unterschiedlich. Außerdem fühlt man sich nicht bei jedem Lehrer / jeder Lehrerin gleich wohl. Egal ob im Studio, bei Youtube oder anderswo: Man sollte die Yogalehrerin / den Yogalehrer sympathisch finden, die Stimme gerne hören und die Art des Unterrichts mögen.

Setz dir realistische Ziele.

Das ist ein wichtiger Punkt! Jeden Tag fünf Minuten sind effektiver als einmal die Woche zwei Stunden.* Wenn du deinen Tag planst, plane dir ein realistisches Zeitfenster für deine Yoga-Praxis ein. Spoiler: Jeden Tag zwei Stunden zu praktizieren ist für die meisten nicht sehr realistisch. Genauso wie bereits nach einer Yogastunde nie wieder Stress zu empfinden oder nach drei Wochen den Handstand zu beherrschen. Gerade am Anfang solltest du dich nicht überfordern, um motiviert zu bleiben. Probiere aus, was für dich am besten funktioniert: morgens, mittags, abends, immer wieder zwischendrin oder je nach Wochentag unterschiedlich? Und dann heißt es: Dranbleiben, bis es zur Gewohnheit wird.

Sei geduldig, genieße den Prozess.

Dieser Punkt hängt eng mit dem vorherigen Punkt zusammen. Wenn du aufgibst, weil du dir unrealistische Ziele gesetzt hast, führt das zu einer doppelten Frustration und damit ist niemandem geholfen. Ich kann es nicht oft genug sagen: Es geht nicht darum, dass du in zwei Monaten das Rad oder den Spagat beherrscht, sondern es geht darum etwas für dich zu tun; dich mit dir selber zu verbinden. Oder mit den Worten von Jigar Gor: „Yoga is not about touching your toes, it´s about what you learn on the way down.” Im Yoga  geht es nicht darum deine Zehen zu berühren, es geht darum, was du auf dem Weg dort runter lernst.

Schaffe angenehme Rahmenbedingungen.

Um langfristig dabei zu bleiben ist es wichtig, dass Yoga für dich eine schöne Erfahrung ist. Schaffe dir eine Atmosphäre, in der du dich rundum wohl fühlst.

Reserviere dir eine Ecke in der Wohnung nur für Yoga. Stelle Pflanzen, Räucherstäbchen oder einen kleinen Atar mit Bildern und Kerzen auf. Richte den Platz so ein, dass DU dort gerne bist. Gehst du in ein Studio? Wähle eins, das gut erreichbar ist (Nähe zum Arbeitsplatz/Wohnung, gute Anbindung usw.) und in dem du dich wohl fühlst. Vielleicht hilft es, wenn du am Anfang mit jemandem zusammen übst. Sei es in einem Kurs oder mit einer Freundin / Freund, deinem Partner / Partnerin oder einem Familienmitglied. Vielleicht kennst du sogar jemanden, der bereits Erfahrungen mit Yoga hat und kannst dich anschließen. So könnt ihr euch gegenseitig motivieren dran zu bleiben. Das schafft Verbindlichkeit. Wichtig: Mache dich nicht abhängig davon! Wenn du dich erstmal alleine zuhause wohl fühlst übe zuhause. Es geht um dich!

Suche dir Variationen, die für dich geeignet sind.

Gerade am Anfang sind manche Asanas ungewohnt für und fühlen sich so möglicherweise erstmal nicht besonders angenehm an. Oder du hast besondere körperliche Bedürfnisse oder Einschränkungen (Verletzungen, Rückenschmerzen etc.). Informiere dich darüber, was geeignete Asanas oder Variationen der Asanas sind (im Internet, bei der Yogalehrerin / dem Yogalehrer deines Vertrauens etc.). Praktiziere die Asanas, die dir gut tun. Nutze Hilfsmittel wie Blöcke, Gurte und Kissen. Auf meinem Instagram-Kanal findest du einige Tipps zu diesem Thema.

Bringe Abwechslung in deine Praxis.

Manche Menschen gehen darin auf das Gleiche Tag für Tag zu wiederholen. Und beim Yoga geht es auch nicht darum 5000 verschiedene Asanas zu kennen. Trotzdem braucht der Verstand (und Körper) bei den meisten von uns etwas Abwechslung. So wird es 1. nicht langweilig und 2. wird ein einseitiges Training, bei dem nur bestimmte (Körper-)bereiche oder Themen abgedeckt werden, vermieden. Suche dir neue Inspirationen. Variiere Art und Länge der Praxis. Übe zum Beispiel mal intuitiv alleine, mal mit einem angeleiteten Yoga-Video und mal in einem Kurs. An einem Tag kannst du den Fokus auf Pranayama (Atemtechniken) legen, an einem anderen auf die Meditation und am dritten auf Asanas. Oder du variierst verschiedene Asana-Typen, z.B. Hüftöffner, Rückbeugen, Vorbeugen usw. Auch hier findest du auf meinem und vielen anderen Instagram-Accounts jede Menge Inspirationen.

Und ganz wichtig: Sei nicht zu streng mit dir! Nur weil du einen Tag, einen Monat oder sogar mehrere Jahre nicht praktiziert hast heißt das nicht, dass du gar nicht mehr weiter machen kannst. Es ist nie zu spät! Du kannst jederzeit (wieder) mit Yoga beginnen: egal, wie alt, groß oder klein, dick oder dünn du bist oder welche Religion du hast. Yoga ist für jede/n! Sei geduldig und achtsam mit dir. Du bist die Liebe deines Lebens!

Ich hoffe ich konnte dich dazu motivieren mit Yoga anzufangen und/oder regelmäßiger zu praktizieren. Denn es lohnt sich. Wirklich. Und wenn du nach Umsetzen der Tipps merkst, dass Yoga doch nichts für dich ist hast du es zumindest ausprobiert und bist eine Erfahrung reicher. Hinterlasse mir gerne einen Kommentar, welcher Punkt dir am meisten geholfen hat!

Und jetzt: Happy Yoga Practice <3

*So lernt der Körper und Geist neue Dinge eher und es wird schneller zur Gewohnheit. Qualität statt Quantität. Außerdem bleibt man so eher dabei, weil 5 Minuten jeden Tag eher zu bewältigen sind als zwei Stunden am Stück.

25 schulteröffnende Übungen (Schulter-& Nackenverspannungen)

Wer kennts nicht? Der Nacken- & Schulterbereich ist verspannt.

Laut Krämer ist knapp die Hälfte aller Menschen in den Industrienationen mindestens einmal im Leben betroffen.1 Vermutlich sind es sogar noch mehr. Nackenschmerzen sind nach Krämer Schmerzen, die in einem Bereich zwischen dem ersten Brustwirbel und dem oberen Ende des ersten Halswirbels sowie zwischen den schulternahen Ansätzen des Trapezmuskels auftreten. Demzufolge sind sie nicht immer von Schulterschmerzen abzugrenzen.1

Verspannungen in diesem Bereich können zu Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schmerzen und allgemeinem Unwohlsein führen. Aber keine Bange – die Rettung ist nah. ? Hier lernst du Übungen aus dem Yoga kennen, mit denen du deine Schulterflexibilität erhöhst und somit Schultern- & Nackenverspannungen vorbeugen oder entgegen wirken kannst.

Im Idealfall solltest du die Übungen täglich oder zumindest 2-3 x pro Woche 5-10 min. praktizieren. Wenn sich keine Besserung einstellt oder die Schmerzen kaum aushaltbar sind, suche bitte einen Arzt oder Physiotherapeuten auf. Diese Übungen können unterstützend wirken und haben in sich auch schon ein hohes Heilungspotenzial.

Wie entstehen Schulter- und Nackenbeschwerden?

Zunächst ist es wichtig zu erkennen, wie es überhaupt zu den Verspannungen kommt. Die klassische Ursache kennt ihr sicher alle: zu viel sitzen – sei es am Schreibtisch oder auf der Couch. Damit geht eine einseitige bzw. kaum vorhandene Bewegung in diesem Bereich einher. Auch stundenlang ins Smartphone zu schauen, sich in der Nacht “verlegen”, ruckartige Bewegungen oder psychische Belastungen sind mögliche Ursachen. Aber auch langes Stehen (der Körper muss den Rücken & Kopf aufrecht halten) und sogar zu viel oder einseitiger Sport, z.B. Krafttraining ohne Dehnen kann zu Verspannungen führen. Viele lassen die Schultern immer mehr hängen, was zu chronischen Fehlhaltungen uns damit einhergehenden Rückenschmerzen führen kann. Dadurch verkürzt sich die Brustmuskulatur, was wiederum zu geringerem Atemvolumen und Stress führt. Die Ursachen sind also vielfältig.

? kleiner FUN FACT: Wusstest du schon, dass wir im Vergleich zur Menschheitsgeschichte noch gar nicht so lange aufrecht gehen? Und unser Kopf im Verhältnis zum restlichen Körper relativ schwer geworden ist? Bei den meisten anderen Säugetieren ist das Gehirn im Verhältnis zur restlichen Körpermasse viel leichter. Kein Wunder, dass fast unsere ganze Spezies unter Nackenschmerzen leidet. Deswegen ist es wichtig aktiv etwas für deine Schulter- & Nackengesundheit zu tun.

Ich zeige dir einigeÜbungen, die du in deinen Alltag oder deine Yogapraxis integrieren kannst und die dir dabei helfen die Verspannungen zu lösen.

Wieso ausgerechnet schulteröffnende Übungen? Was passiert dabei genau?

Eigentlich ganz logisch: ist ein Bereich im Körper steif (verspannt) versucht man ihn wieder zu lockern. Da die Verspannungen im Schulter- & Nackenbereich meist durch einseitige Bewegungen oder Fehlhaltungen (krummer Rücken, hängende Schultern) entstehen machen wir Gegenbewegungen aka schulteröffnende Übungen.

Schulteröffnende Übungen tragen aber nicht nur zur Gesamtgesundheit bei und sind Teil einer ausgewogenen Asana-Praxis. Sie haben noch viele andere Vorteile:
❤️ Die Schultern werden gedehnt und die Schulterflexibilität erhöht
❤️ Verspannungen im Schulter- & Nackenbereich werden gelöst
❤️ Rückenschmerzen können vorgebeugt oder verringert werden
❤️ Sie dienen als Vorbereitung & Voraussetzung für viele rückbeugende Asanas (z.B. Rad)
❤️ Der Brustraum wird gedehnt
❤️ Die Lungenkapazität erhöht sich
❤️ Die Brustwirbelsäule wird mobilisiert und flexibler

Durch schulteröffnende Asanas wird der Bewegungssielraum im Nacken-, Schulter- & Brustraum und sogar in der Wirbelsäule erhöht. Dadurch wirken diese entlastend und befreiend.

Einen kleinen Disclaimer gibt es dennoch auch hier: Trotz aller Vorteile ist ein achtsames Üben wichtig, denn die Schultergelenke sind sehr empfindlich. Außerdem sollte man im Idealfall zusätzlich den Rücken kräftigen. Das ist bei einigen Asanas, die du hier kennen lernst automatisch der Fall.

So, nun hast du eine Menge Infos rund um Schultern & Nacken bekommen, weißt was du beachten solltest und hast mind. 6 Gründe erfahren, warum du schulteröffnende Übungen praktizieren solltest. Nun bist du perfekt vorbereitet, um direkt loszulegen.

Schulteröffnende Übungen – Beispiele im Sitzen

Du brauchst nichts weiter als dich selber und optional einen Yogagurt (ein Gürtel oder Tuch tut es auch).

Die Übungen in der ersten Reihe sind ideal für Einsteiger*innen & zum Aufwärmen geeignet. Fallen dir diese leicht kannst du es mit der zweiten Reihe probieren.

In der dritten Reihe siehst du zwei Drehhaltungen sowie eine Variation von Balasana, der Stellung des Kindes.
Die erste Drehhaltung heißt Parivrrtta Sukhasana. Lege hierfür die rechte Hand aufs linke Knie (überkreuzt) & die linke Hand hinter den Rücken. Richte einatmend die Wirbelsäule auf. Drehe ausatmend aus den Rippenbögen (bzw. dem oberen (!) Teil der Wirbelsäule – Brustwirbelsäule) nach hinten. Das Becken bleibt parallel nach vorne ausgerichtet. Für die Variation hebe den rechten Arm und strecke ihn diagonal nach links vorne. Einatmend öffne den Brustkorb nach oben & ausatmend gehe tiefer in die Dehnung. Gehe immer nur soweit, wie es sich gut anfühlt.
Für Balasana – Variation komme in die Stellung des Kindes: große Zehen zusammen, Ferse schiebt zum Po, Stirn auf die Matte. Verschränke dann die Hände hinterm Rücken und hebe die Arme. Wiederhole die Übungen am besten täglich 5-10 min.

Schulteröffnende Übungen – Vierfüßlerstand:

Hier noch ein Extra-Goodie, bevor wir zu den stehenden Haltungen übergehen: diese schulteröffnende Übung aus dem Vierfüßlerstand heraus mache ich fast täglich & liebe sie.

Komme zuerst in den Vierfüßlerstand: Die Hände schulterbreit, die Knie hüftbreit. Wärme dich mit Katze-Kuh auf. Kuh: Komm einatmend ins geführte Hohlkreuz (s.Bild), Katze (Marjaryasana): Ausatmend komme in den Rundrücken/ Katzenbuckel.

Folge dann der Anleitung auf dem Bild. Du kannst bei Schritt 3 die linke Hand auch aufgestellt unter der Schulter lassen. Schritt 4 ist optional. Schaue jedes Mal, wie tief du gehen möchtest & höre auf deinen Körper!

Schulteröffnende Übungen – Beispiele im Stehen

Unten sehst du mal ein etwas anderes Bild mit einer schulteröffnenden stehenden Übung 😉

Der Tänzer – oder auch Natarajasana in Sanskrit – ist eine schulteröffnende Übung & gleichzeitig Rückbeuge.

So funktionierts: Stelle dich für den Tänzer in Tadasana, die stehende Ausgangshaltung. Finde dein Gleichgewicht – stelle dir vor, wie dein linker Fuß mit der Erde verwurzelt ist & suche dir einen Punkt vor dir, den du fixierst. Hebe dann dein rechtes Bein. Greife dein Fußgelenk & ziehe den Fuß nach hinten. Lege zuerst die linke Hand an den unteren Rücken. Drücke dann die rechte Hand und das Fußgelenk gegeneinander. Wenn du hier dein Gleichgewicht gefunden hast hebe den linken Arm (im Idealfall ist der Arm ausgestreckt ;)).

Die beiden Vorbeugen-Varianten sind für den Anfang noch etwas einfacher. Es muss nicht immer super kompliziert & fancy sein. Auch der herabschauende Hund ist beispielsweise eine schulteröffnende Übung. Die stehenden Asanas kann man perfekt nach den sitzenden von gestern praktizieren, vielleicht noch ein paar Sonnengrüße dazwischen, um richtig warm zu werden & los gehts!

Das Foto habe ich übrigens mit Picsart erstellt (*unbezahlte Werbung).

Schulteröffnende Übungen – Beispiele liegende Asanas (Rückenlage)

Nach den sitzenden & stehenden Asanas zeige ich dir hier 8 Übungen, die du im Liegen (aus der Rückenlage heraus) durchführen kannst. Für einige Haltungen brauchst du einen Yogablock oder ein dickes Buch.

Schulterbrücke & Variationen:
1) Stelle die Füße hüftbreit auf. Berühre mit den Fingerspitzen die Fersen, um den Abstand zu messen. Hebe dein Becken. Du kannst die Schulterbrücke zunächst aktiv (Einatmen: heben, Ausatmen: Wirbel für Wirbel abrollen) & anschließend passiv (oben halten, normal weiter atmen) üben.
2) Wenn du tiefer gehen möchtest verschränke die Hände und “laufe” die Schulterblätter zueinander.
3) Für eine passivere Variante lege den Block unter dein Kreuzbein.
4) Um die Schultern noch mehr zu dehnen strecke die Arme nach hinten aus.

Passive Rückbeugen:
Für die Übungen 5) – 7) benötigst du ein – zwei Yogablöcke. Lege diese unterhalb der Schulterblätter ab. Als Variation kannst du etwas unter den Kopf legen. Wenn du tiefer in die Dehnung gehen möchtest strecke die Arme nach hinten aus.

Krokodil: Winkle für Übung 8) beide Beine an (Einsteigervariante) oder strecke das rechte Bein aus & stelle den linken Fuß auf den Oberschenkel (fortgeschritten, s. Bild). Verlagere dein Becken nach links und drehe dann die Beine nach rechts. Strecke die Arme auf Schulterhöhe zur Seite. Der Blick geht in die entgegengesetzte Richtung, also hier nach links. Bleibe einige Atemzüge. Wiederhole das gleiche auf der anderen Seite.

Schulteröffnende Übungen – Beispiele liegende Asanas (Bauchlage)

Auf diesem Video siehst du 4 Asanas mit ausführlichen Erklärungen, die du in der Bauchlage üben kannst.

Hier die schriftliche Erklärung zu den Asanas auf dem Video:

  1. Kobra / Bhujangasana: Stelle de Hände unter die Schultern. Hebe anschließend den Oberkörper aus der Kraft des unteren Rückens an.
  2. Sphinx / Salamba Bhujangasana (1.Bild unten): Stelle die Ellbogen unter die Schulter. Spreize die Finger und ziehe die Matte zu dir ran. Hebe dann einatmend den Oberkörper. Das Steißbein presst du in die Matte.
  3. Heraufschauender Hund / Urdhva Mukha Shvanasana: Strecke die Arme durch. Hebe den Oberkörper. Hebe gleichzeitig Becken und Beine von der Matte.
  4. Schultertwist (2.Bild unten): Strecke den linken Arm auf Schulterhöhe aus. Stelle die rechte Hand unter die Schulter. Winkel das rechte Bein an. Drücke dich mit der rechten Hand von der Matte weg. Stelle den linken Fuß hinter dir auf.

Probier die Übungen doch mal aus und hinterlasse mir gerne dein Feedback dazu. Welche ist deine Lieblingsübung?

Hast du Wünsche zu weiteren Themen? Ich werde auf Instagram immer mal eine Themenwoche zu yogaspezifischen Themen machen. Teile mir gerne deine Wünsche mit und folge mir auf Instagram, um nichts zu verpassen.

 1 https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2018/daz-7-2018/ich-hab-s-im-nacken

Mondrituale zum Neu- und Vollmond

Du hast dir schon öfter überlegt ein Mond-Ritual zu machen, weißt aber nicht so recht, wie du anfangen sollst oder wie das Ganze abläuft? Oder du machst vielleicht schon Rituale, suchst aber nach weiteren Inspirationen? Dann bist du hier genau richtig! Pünktlich zum Neumond kommt dieser Artikel über Mondrituale für den Neu- und Vollmond.

Ich persönlich liebe (Mond-)Rituale. Für mich haben sie etwas sehr Magisches und Kraftvolles. Ich fühle mich durch sie verbundener mit dem Universum und meinem eigenen Zyklus.

Mondrituale sind aber für jede*n geeignet. Du musst weder spirituell sein, noch Erfahrungen haben oder sonstige Kriterien erfüllen. Bringe einfach ein wenig Neugierde mit und lasse dich drauf ein.

Just like the moon we go through phases

Dulce Ruby

Das ist eins meiner Lieblingszitate. Denn so wie der Mond gehen auch wir durch verschiedene Phasen im Leben. Dabei können wir die Kraft des Mondes (oder der Mondin, da sie für die weiblichen Anteile in uns steht) nutzen, um Dinge loszulassen oder zu manifestieren.

Was sind Mondphasen und wie entstehen Neu-und Vollmond?

Die Sonne strahlt den Mond nur teilweise an, sodass wir Menschen von der Erde aus immer einen bestimmten Ausschnitt des Mondes sehen. Der Winkel zwischen Mond und Sonne verändert sich. So entstehen die Mondphasen. An Neumond steht der Mond genau zwischen der Erde und Sonne. An Vollmond steht er der Sonne direkt gegenüber.

Ein Mondzyklus beginnt mit dem Neumond und endet wieder mit dem darauffolgenden. Heute ist also der Anfang eines neuen Zyklus – der perfekte Start, um mit einem Mondritual zu beginnen. Ein ganzer Zyklus wird auch Lunation genannt und dauert im Durchschnitt 29,5 Tage (übrigens: ungefähr so lange wie ein weiblicher Zyklus. Die Zyklen vieler Frauen sind an den Mond angepasst und sie bluten pünktlich zum Neu- oder Vollmond).

Der Neumond steht für den Beginn eines neuen Zyklus und eignet sich somit besonders dafür etwas Neues einzuladen oder zu manifestieren, während sich der Vollmond besonders zum Loslassen eignet, da er für Befreiung und Abschied steht. Während dem Neumond kannst du die Samen säen, die du dann zum Vollmond ernten kannst. Nach dem Neumond beginnt die zunehmende Mondphase und nach dem Vollmond die abnehmende.

Vorbereitung

Es ist besonders kraftvoll, wenn man den Raum, in dem das Ritual stattfinden soll, bewusst wählt und für das Ritual vorbereitet.

Ich räuchere zum Beispiel gerne den Raum und mache es mir dann mit einer Tasse Tee, einer Kerze, Decken und Kissen gemütlich. Suche dir ganz bewusst einen Raum oder eine Ecke, in der du dich wohl fühlst. Das ist ganz egal, ob es ein Zimmer, ein Ort draußen oder auch nur eine bestimmte Ecke in deiner Wohnung ist. Wichtig ist, dass du dich hier wohl fühlst und für einen längeren Zeitraum verweilen magst. Du kannst vorher gut durchlüften, räuchern oder ätherische Öle verwenden -mit was auch immer du dich gut fühlst.

Manchmal nehme ich die vier Elemente mit auf und bilde mit ihnen einen Kreis vor mir oder um mich herum. Dafür nimmst du für jedes Element einen Gegenstand der sinnbildlich für dieses steht. Für Erde kannst du beispielsweise eine Schale mit Erde, einen Stein oder eine Blume nehmen; für Luft eine Feder oder Räucherstäbchen; für Wasser eine Schale mit Wasser und für Feuer eine Kerze. Traditionell ordnet man die Elemente den Himmelsrichtungen zu: Erde im Norden, Luft im Osten, Feuer im Süden und Wasser im Westen. Du kannst aber auch einfach alle Elemente vor dir aufstellen oder sie ganz weglassen.

Wenn du dir deinen Platz eingerichtet hast kann es losgehen.

Ich mache nicht immer genau das gleiche Ritual, aber es gibt bestimmte Elemente, die sich für mich bewährt haben. Ich stelle dir meine Rituale und weiter Alternativen vor. Bleib dran! Es ist sicherlich auch etwas für dich dabei.

Neumond – Rituale

Der Neumond steht für den Neuanfang, für das Formulieren von neuen Intentionen.

In der Schweiz wird der Neumond auch Leermond genannt, da man an diesem Tag den Mond nicht sehen kann (bzw. sieht man die „Nachtseite“ des Mondes). Der Neumond ist der Beginn eines neuen Zyklus und wird auch als „Geburtsmoment“ der Mondphasen bezeichnet. Zum Neumond entsteht ein Raum der Leere, in dem das Alte nicht mehr und das Neue noch nicht ist. Es ist ein Raum voller neuer Möglichkeiten. Der Neumond steht für Erneuerung und Neuanfang. Somit ist der Neumond der perfekte Moment, um etwas Neues in dein Leben einzuladen. Der Neumond eignet sich besonders, um die eigenen Ziele zu entdecken und zu manifestieren.

Meist schreibe ich mir am Neumond auf, was ich in mein Leben einladen oder welche Eigenschaften und Qualitäten ich bei mir stärken möchte. Ich lege Kristalle, eine Kerze, ein Notizbuch, einen Stift, Meditationskissen, Decken und oft auch die Gegenstände für die vier Elemente bereit. Nach dem Räuchern des Raumes leite ich das Ritual ein. Ich sage innerlich (oder wenn ich das Ritual mit anderen Personen mache auch laut), dass ich nun den Raum mit der Intention betrete etwas Neues in mein Leben einzuladen. Danach meditiere ich und schaue, ob sich etwas zeigen möchte. Anschließend ergänze ich die Liste noch oder streiche etwas weg. Manchmal schreibe ich die Liste auch zu diesem Punkt erst neu. Nun lese ich die Liste leise oder laut vor. Ich benutze dann meist Affirmationen und formuliere diese so, als wäre das Besagte schon eingetroffen, zum Beispiel „Ich lebe in Fülle.“, „Ich habe eine geräumige  4-Zimmer-Wohnung, die nur 500 € warm kostet.“ o.ä. Deine Wünsche dürfen ruhig konkret sein. Manchmal stelle ich mir auch innerlich schon vor, wie ich mich fühle, wenn ich den Wunsch schon erreicht habe. Wenn du mit anderen zusammen bist, könnt ihr euch gegenseitig eure Wünsche vorlesen. Das ist aber kein Muss. Nach dem Ritual lege ich meine Wünsche für den Vollmond beiseite oder verbrenne sie, um sie an das Universum „abzugeben“. Du kannst dir die Wünsche aber auch innerlich aufsagen oder dir vorstellen, ohne sie aufzuschreiben.

Es bietet sich an sich bereits einige Tage vor dem Neumond Zeit zu nehmen, sich darauf zu fokussieren, was man mit dem nächsten Neumond in sein Leben einladen möchte. Auf dieser Seite empfiehlt Thomas, sich abends vor dem Schlafengehen Fragen zu formulieren, sodass man im Traum oder am nächsten Tag Klarheit über dieses Thema erlangt. Man sollte in dieser Zeit bewusst auf seine Gedanken achten und sich Zeit nehmen. Bei Kaja habe ich den Tipp gelesen einen Zettel an einem festen Platz in deiner Wohnung bereit zu legen, um jederzeit Wünsche aufschreiben zu können. Diese kann man immer wieder ergänzen, wegstreichen oder verändern. Vielleicht weißt du aber auch schon ganz genau, was du in dein Leben einladen möchtest – umso besser. Dann kannst du direkt mit dem Neumond-Ritual loslegen.

Das erste Ritual lautet also:

Wünsch dir was: Schreibe dir auf, was du dir für dein Leben wünschst. Bei Neumond sollten es Wünsche sein, die etwas mit zunehmen oder aufnehmen zu tun haben. Es kann sich dabei um materielle Dinge handeln, aber auch um gewisse Qualitäten wie inneren Frieden, Mut oder Gelassenheit. Zum Beispiel könntest du dir mehr Fülle, Liebe, Reichtum oder Gesundheit wünschen. Vielleicht möchtest du auch ein Projekt starten oder erfolgreich abschließen. Ganz egal, was es ist – du darfst es aufschreiben. Wenn du möchtest, dass etwas weniger wird, warte aber lieber bis zum nächsten Vollmond, denn der eignet sich dazu, Dinge loszuwerden, die uns nicht gut tun. Zuerst kannst du ruhig intuitiv drauf los schreiben. Dabei gibt es kein Richtig oder Falsch. Kein Wunsch ist zu groß oder zu klein. Im Nachhinein kannst du die Liste noch einmal durchgehen und die Intention hinter den Wünschen erfragen. Frage dich, ob du das, was du erbittest, auch wirklich haben möchtest. Als nächstes frage dich warum du es haben möchtest. Und wenn du ihn dann immer noch auf deiner Liste behältst, frage dich, wie du den Wunsch noch konkreter formulieren Verwende dabei eine affirmative Sprache, z. B. „Ich habe/Ich bin“ anstatt „Ich will/Ich brauche/Ich muss“. So trickst du dein Unterbewusstsein aus und verhältst dich so, als wäre der Wunsch bereits eingetroffen. Du kannst natürlich auch eine oder mehrere Fragen überspringen. Wie umfangreich du das Ritual gestaltest bleibt dir überlassen. Du kannst dich schlicht vor eine Kerze setzen und deinen Wunsch wiederholen oder du meditierst, hörst Musik und visualisierst. Das ist ganz dir überlassen und kann von Neumond zu Neumond variieren.

Hier eine Auflistung von weiteren Ideen, die du in dein Neumond-Ritual integrieren kannst:

Wünsche einritzen: Viele ritzen einen Wunsch in eine Kerze und lassen diese dann abbrennen. Überlege dir dazu ein Begriff oder ein Zeichen, welches zu deinem Neuanfang passt und ritze es mit einem spitzen Gegenstand in die Kerze ein. Du kannst dazu auch Dinge, die du mit dem Wunsch verbindest um die Kerze herum legen. Während die Kerze abbrennt nimmst du eine bequeme Position ein und konzentrierst dich auf die gewünschten Ziele oder wiederholst innerlich deine Intentionen. Du kannst aber auch in Stille sitzen und meditieren oder beobachten. Hier gilt wieder: Alles, was sich für dich richtig anfühlt, ist auch richtig. Lass die Kerze ganz herunter brennen. Die Reste der Kerze kannst du in der Natur vergraben.

Visualisierungen: Visualisiere dir, wie sich die Dinge positiv für dich entwickeln. Stelle dir vor, dass der Wunsch schon in Erfüllung gegangen ist. Wie fühlst du dich dabei? Was machst du? Wo bist du? Was siehst du? Stelle dir alles so genau wie möglich vor.

Ätherische Öle: geeignete Düfte können dein Ritual noch unterstützen. Wenn du gerne mit ätherischen Ölen arbeitest, wähle einen Duft, der stark anziehend auf dich wirkt, denn du möchtest etwas Neues in dein Leben holen. Dafür eignen sich besonders Rose oder Ylang Ylang. Du kannst den Duft auch auf den Teil der Kerze streichen, der zu dir zeigt.

Nach dem Neumond beginnt die Phase des zunehmenden Mondes. Langsam sieht man den äußeren Rand des Mondes wieder, bis er sich allmählich wie eine runde Kugel als Vollmond am Himmel präsentiert.  Hier habe ich gelesen, dass diese Phase sich besonders für die Aufnahme von Vitalstoffen und Flüßigkeiten in den menschlichen Organismus eignet. Diese Phase steht für Entwicklung und Aufnahme.

Vollmond – Rituale

Der Vollmond steht für Fülle. Du kannst nun die Früchte deiner Neumond-Intention ernten. Er steht aber auch für Befreiung, Abschied und das Loslassen des alten Zyklus oder alter Gewohnheiten.

Der Vollmond hat eine besonders kraftvolle Energie und so ist es bei üblich zum Vollmond bestimmte Gegenstände „aufzuladen“, sie also mit der Energie des Mondes „aufzufüllen“. Bei den meisten sind es Kristalle und Edelsteine, aber man kann auch Bankkarten oder die Geldbörse aufladen. Dabei ist es wichtig, dass auf dem Konto ein Plusbetrag ist, da man nicht den Minusbetrag vergrößern möchte.

Der Vollmond kann die geistige Aktivität anregen, was zu den bekannten schlaflosen Nächten und explosiven Emotionen führen kann. Man kann diese Energie aber auch kanalisieren, da die Inspiration und Kreativität in dieser Mondphase besonders hoch ist.

Ich nehme dich in meine Vollmondrituale mit und zeige dir noch weiter Ideen. Spür einfach, was sich für dich stimmig anfühlt oder probiere verschiedene Dinge aus. Der Vollmond kommt ja immer wieder und so kannst du nach und nach prüfen, was für dich funktioniert.

Zunächst bereite ich den Raum vor. Ich mache das Ritual meist drinnen, aber besonders bei Vollmond bietet es sich auch an das Ritual draußen unter dem Mondschein zu vollziehen. Ich räuchere den Raum, mache es mir gemütlich und lege los. Meist tanze ich zuerst, meditiere dann und schreibe mir im Anschluss von der Seele, was ich loslassen möchte. Die Zettel verbrenne ich und lasse sie vom Fenster oder Balkon aus vom Wind davon fliegen. Wenn du dir den Zettel mit deinen Neumond-Wünschen aufgehoben hast, kannst du auch diese verbrennen. Wie diese Rituale genau ablaufen erzähle ich dir jetzt.

Frei tanzen: Musik an, Kopf aus (geht auch ohne Musik!). Tanze alles von dir, was du nicht brauchst. Setze dir dabei die Intention Altes loszulassen bzw. „von dir abzuschütteln“. Am besten funktioniert das Ritual mit geöffnetem Fenster, durch das der Vollmond scheint oder direkt unter freiem Himmel. Es geht aber auch ohne. Denke an das, was du loslassen möchtest oder nutze eine Affirmation wie „Ich lasse alles Alte los“ oder „Ich tanze mich frei von altem Ballast“. Und dann schüttle deinen Körper, deine Arme und Beine und tanze dich frei.

Schreiben: Schreibe dir alles von der Seele, was du loswerden möchtest und was du nicht mehr brauchst. Verbrenne den Zettel und lasse ihn vom Wind davon wehen.

Meditation: Du kannst das Fenster öffnen und den Vollmond hereinscheinen lassen. Eventuell möchtest du dich warm einkuscheln und dir eine Kerze anzünden. Nun kannst du die Augen schließen und beobachten, was kommt. Oder meditierst konkret auf das Loslassen. Ich setze mir meist vor der Meditation eine Intention, was ich loslassen möchte oder sage eine Affirmation wie „Alles, was ich nicht brauche/was nicht zu mir gehört lasse ich los.“ Dann schließe ich die Augen, konzentriere mich auf meinen Atem und sage mir innerlich mit jedem Einatmen „Lass“ und mit jedem Ausatmen „los“. Dabei konzentriere ich mich auf die Worte und meinen Atem. Alternativ kannst du eine Fantasiereise machen: Stelle dir vor, dass du alles, was du loslassen möchtest in einen Sack packst und ihn dann los lässt. Der Sack wird immer kleiner und kleiner und irgendwann verschwindet er ganz. Nach der Meditation kannst du noch etwas mit geöffneten Augen im Mondenschein verweilen oder du gehst direkt ins Bett. Vielleicht magst du auch die Kerze ausblasen und dabei an das denken, was du loslassen möchtest.

Weitere Möglichkeiten sind:

Wünsche: Wünsch dir etwas. Die Kraft des Vollmondes eignet sich sehr gut zum Wünschen. Aber Achtung! Die Wünsche sollten sich auf etwas beziehen, das weniger werden – also abnehmen – soll, z.B. Krankheit, ein bestimmtes Denkmuster oder etwas Greifbares wie Geldsorgen oder Gewicht. Wieso? Nach dem Vollmond beginnt die Phase des abnehmenden Mondes und diese Energie eignet sich besonders gut für den Rückgang. Gegebenenfalls kannst du deinen Wunsch einfach umdrehen. Du wünschst dir mehr Geld? Dann wünsche dir zum Vollmond lieber, dass deine Geldsorgen weniger werden. Mit anderen Wünschen, wie beispielsweise einem neuen Job oder mehr Klient*innen wartest du aber lieber bis zum nächsten Neumond. Du kannst deine Wünsche aufschreiben oder innerlich vorsagen. Verbrenne danach das Papier über einer Kerze (im Idealfall weiß, aber kein Teelicht) oder in einer Schale (Ton, Stein oder Metall sind geeignet). Spüle die Asche dann in der Toilette oder einem Bach (fließendes Wasser ;)) runter oder lasse sie vom Wind davon tragen. Bedanke dich währenddessen beim Universum, dem Mond oder einer anderen „höheren Kraft“ für die Erfüllung der Wünsche. Wenn dir das zu „esoterisch“ ist, kannst du das ganze „Drumrum“ auch weglassen und dir einfach innerlich vorstellen, was du loslassen möchtest. Wenn ihr das Ritual in einer Gruppe macht, könnt ihr euch auch gegenseitig vorlesen, was ihr loslassen wollt.

Baden/bewusstes Duschen: Lasse dir ein gemütliches Bad ein. Bevor du ins Wasser (oder in die Dusche) steigst sage dir: „Ich reinige mich von allem, was ich nicht mehr brauche.“ oder „Ich wasche alles Alte von mir ab.“ oder du sagst dir nach dem Baden: „Mit einem reinen Körper beginnt nun eine neue Phase“. Natürlich kannst du jeden anderen Satz verwenden, der für dich stimmig ist.

Bett frisch beziehen: Sich nach dem Ritual in ein frisch gemachtes Bett legen unterstützt die Wirkung des Rituals nochmal zusätzlich.

Raus gehen: Gehe nach draußen (am besten barfuß) und sehe den Vollmond an, lasse das Licht auf deinen Körper scheinen oder schieße die Augen und meditiere unter dem Mond.

Nach dem Vollmond wird die Lichtkugel wieder kleiner. Der abnehmende Mond steht für Loslassen und Abschied.

Wichtig bei den Ritualen ist: 

Nimm dir Zeit für den Ritual und schaue, was sich in diesem Moment richtig anfühlt. Du musst nicht alle Ideen auf einmal umsetzen. Im Gegenteil – meiner Erfahrung nach ist es wirkungsvoller sich auf ein oder zwei Rituale zu konzentrieren. Es ist wichtig, dass das Ritual für dich etwas Schönes, Positives ist. Du brauchst keine Angst zu haben etwas falsch zu machen. Es gibt kein Richtig und Falsch. Und es kommen sicherlich auch noch ganz viele Neu-und Vollmonde, in denen du etwas anderes  probieren kannst.

Wann sind die nächsten Mondritual-Gelegenheiten?

Das letzte Quartal des Jahres hat begonnen und das Jahr neigt sich langsam dem Ende zu. Ein paar Gelegenheiten den Neu- und Vollmond zu feiern gibt es aber dennoch. Im Folgenden findest du eine Auflistung mit allen Daten von Oktober – Dezember 2019. Trage sie dir am Besten direkt in deinen Kalender ein oder speichere dir diesen Beitrag ab, sodass du immer wieder zurück kehren kannst und los geht’s – Happy Moon Celebration!

Oktober:

So., 13.10.2019 23:07 Vollmond im Widder

Mo., 28.10.2019 04:38:21 Neumond im Skorpion

November:

Dienstag 12.11.2019 14:34:17 MEZ Vollmond im Stier

Dienstag 26.11.2019 16:05:28 MEZ Neumond im Schütze

Dezember:

Donnerstag 12.12.2019 06:12:09 MEZ Vollmond im Zwilling

Donnerstag 26.12.2019 06:13:00 MEZ Neumond im Steinbock

Welche Sternzeichen für welche Qualitäten stehen kannst du hier nachlesen.

Ich habe mich informiert & mir Inspirationen geholt ♥

und zwar hier und hier und hier und hier und hier und hier und hier und hier und hier.