12 Tipps für den Umweltschutz im Alltag

Umweltschutz liegt ja gerade voll im Trend. Aber warum ist das überhaupt so? Ist das nicht nur etwas für Ökos? Und kann ich überhaupt etwas dafür tun?

Die Antwort schonmal vorneweg – JA, das kannst du! Und hier erfährst du wie. Umweltschutz geht uns alle an und liegt deshalb so im Trend, weil es hochaktuell ist.

Warum ist Umweltschutz wichtig?

Dank vielen engagierten Menschen (Greta Thunberg, Rezo, Tausenden WissenschaftlerInnen etc.) wird immer deutlicher, wie wichtig das Thema Umweltschutz ist. Die Erde hat sich seit Beginn der Industrialisierung bereits um ca. ein Grad Celsius erwärmt. Dies liegt u.a. an der wachsenden Weltbevölkerung und dem Anstieg der Treibhausgase durch die Industrialisierung. Wissenschaftler behaupten, dass sich die Erde nur um höchstens 2 Grad – besser jedoch 1,5 Grad – erhitzen darf, da sonst das Klima kippt und die Erwärmung nicht mehr aufzuhalten sei, selbst wenn wir Menschen unseren Lebensstil dann komplett umkrempeln würden. Laut Aussagen des Deutschen Klima-Konsortiums befinden wir uns aber gerade eher auf einem „3 Grad-Kurs“. 

Was sind die Folgen der Erderwärmung?

Die Folgen der Erderwärmung haben bereits begonnen und sind gleichzeitig nicht vollkommen abzuschätzen. So steigt der Meeresspiegel immer weiter an. Viele Menschen verlieren dadurch bereits jetzt schon ihren Lebensraum. Es wird vermutlich immer mehr Klimaflüchtlinge geben. Wenn der Lebensraum aber kleiner und die Bevölkerung gleichzeitig immer größer wird, könnte es zu einem Kampf um Ressourcen kommen. Extreme Wetterereignisse wie Fluten, Waldbrände u.a. nehmen immer weiter zu. Letztes Jahr gab es bereits über 600.000 Klima-Todesopfer. Auch Tiere und Pflanzen leiden logischerweise unter der Hitze und das ganze Ökosystem gerät ins Ungleichgewicht. Das klingt jetzt alles sehr dramatisch und in gewisser Weise ist es das auch. Aber es ist noch nicht zu spät den Klimawandel aufzuhalten und wenn wir uns alle bemühen können wir die Erde zu einem lebenswerteren Ort auch für kommende Generationen machen.

* Für detailliertere Informationen zu Gründen und Folgen der Erderwärmung schaut in meine Quellen oder recherchiert im Internet. Hier wollen wir uns v.a. darauf konzentrieren, was wir konkret für den Umweltschutz machen können.

Was kannst du für den Umweltschutz tun?

Noch spüren wir die Auswirkungen in Deutschland nicht so sehr – außer dass die Sommer heißer und die Wiesen trockener sind, aber der Klimawandel betrifft uns alle.  Was jeder einzelne Mensch – also auch du – tun kann, um die Umwelt zu schützen (denn wir als Verbraucher und Wähler haben eine nicht zu unterschätzende Macht und ja – jeder einzelne Mensch zählt und kann etwas bewirken) und was das Ganze mit Yoga zu tun hat erfährst du jetzt.

Ich habe für dich mein Wissen zum Thema Umweltschutz gebündelt und zusammengefasst. Das Wissen ist in zwei Oberkategorien unterteilt: Konsum und aktives Engagement. Viel Spaß beim Lesen und Umsetzen! 


Konsum:

1.Plastik und generell Verpackungen sparen:

• beim Einkaufen immer eine Einkaufstasche (z.B. Stoffbeutel) und ggf. Gemüsenetze, Obsttüten und Tupperware mitnehmen.

• auffüllbare Trinkflasche aus Edelstahl oder Glas, Besteckset und Edelstahlstrohhalm für unterwegs dabei haben.

• Papier und Glasverpackungen im Supermarkt bevorzugen oder am besten verpackungsfreie Lebensmittel kaufen. Noch besser: Im Unverpacktladen einkaufen gehen.

Plastik baut sich wahnsinnig langsam ab, gerät in die Meere und schadet Mensch und Tier. Vor einigen Jahren habe ich den Film Plastic Planet gesehen, den ich dir sehr zu diesem Thema empfehlen kann.

2.Müll reduzieren:

• so wenig Müll wie möglich produzieren: z.B. in Unverpacktläden einkaufen, To-Go-Müll vermeiden, indem man selber Kaffeebecher/Strohhalme etc. dabei hat -> s.o.

• Müll aufsammeln: Wenn du spazieren gehst nehme jedes Mal 5 Dinge mit, die jemand wohl vergessen hat wegzuschmeißen 😉 

• CleanUps: In der Gruppe macht das Müllsammeln noch viel mehr Spaß. Nimm an (Beach-) CleanUps teil oder organisiere selber ein CleanUp in deiner Gegend (Facebook-Gruppe erstellen, Freunde und Bekannte einladen, teilen und gemeinsam die Umwelt sauber machen). Es gibt auch eine offizielle  CleanUp-Webseite, in der du Infos rund um CleanUps bekommst.

• weggeschmissene Lebensmittel (die noch verzehrbar sind 😉 ) „retten“, z.B. über Foodsharing.

3. Second Hand, Upcyceln, Recyceln:

Eigentlich gibt es heutzutage alles, was du brauchst im Überfluss. Gebrauchtes heißt nicht gleich oll oder hässlich. Es gibt tausend Gründe Dinge auszusortieren: die Kleidung passt zuhause doch nicht so gut, aber man hat den Umtauschzeitraum verpasst, man zieht aus und möchte einfach mal ausmisten oder hat seinen Stil verändert usw. Was kannst du also konkret tun, um die bereits vorhandenen Ressourcen zu nutzen?

• Gebrauchtes kaufen oder Dinge tauschen, z.B. im Internet (Ebay, Facebook-Gruppen uvm.), auf dem Flohmarkt, bei Kleidertauschpartys oder durch Verschenk-Regale.

• ausgemistete, gut erhaltene Dinge verschenken, verkaufen oder spenden.

• Gegenstände, die du nur einmal brauchst (z.B. spezielles Werkzeug o.Ä.) ausleihen anstatt zu kaufen.

• Dinge selber herstellen: Kosmetik, Geschenkpapier etc. Im Internet findest du wahnsinnig viel zum Thema Upcycling und selber machen.

4. Faire Labels unterstützen:

Wenn du doch mal etwas neu kaufst achte darauf, dass es sich um ökologische Materialien handelt und die Arbeitsbedingungen fair sind. Es gibt genug “grüne Unternehmen”, die möglichst nachhaltig und ressourcenschonend produzieren.

5. Weniger Fleisch und Milchprodukte essen:

Die Fleisch- und Milchindustrie ist eine der größten Umweltzerstörer überhaupt. Durch die Massentierhaltung werden sehr hohe Mengen an Methan-Emissionen frei gesetzt. So werden ca. 60% der Methan-Emission durch Massentierhaltung hervorgerufen. Ich empfehle dir dazu die Dokumentation cowspiracy.

6. Bio (-Lebensmittel) kaufen:

Bei konventionellen (nicht Bio-) Lebensmitteln werden Pestizide, Insektizide und andere giftige Dünger verwendet. Diese schaden nicht nur den Böden und Tieren (vgl. Bienensterben o.a.), sondern vor allem auch den Menschen: Den Menschen, die in der Landwirtschaft arbeiten, aber letztendlich auch den Menschen – also uns – die diese Lebensmittel verzehren. 

7. Regional und saisonal einkaufen:

Lebensmittel, die nicht hier wachsen, müssen erst einmal hierher transportiert werden: über Flugzeuge, Schiffe, Autos etc. und das kostet Energie. Informiere dich darüber, welche Lebensmittel regional wachsen und gerade in Saison sind und versuche deinen Einkauf auf diese Lebensmittel zu konzentrieren. Wenn es die Option gibt zwischen Tomaten aus Deutschland und Tomaten aus Spanien wähle die Tomaten aus Deutschland.

8. Wildkräuter und -pflanzen:

Auf unseren Wiesen und Bäumen gibt es mega viele gesunde und wohlschmeckende Kräuter, Blätter, Blumen, Früchte und andere Pflanzen. Mache doch mal eine Kräuterwanderung mit und lerne, welche heimischen Superfoods kostenlos vor deiner Haustür wachsen.

9. Ökostrom und erneuerbare Energien:

• zu einem Naturstrom-Anbieter wechseln.

• Energiesparlampen verwenden.

• Strom ausschalten, wenn man ihn nicht braucht. Energiesparend heizen.

• in erneuerbare Energien investieren.

Noch vor der Landwirtschaft ist die Energiegewinnung die Nummer 1 auf der Liste des größten Treibhauseffektes.

10. Reise bewusst:

Versuche so oft es geht die umweltschonendere Variante zu nehmen:

• Fahrrad, Tram oder zu Fuß statt Auto nehmen.

• Zug über Flugzeug präferieren.

Aktives Engagement:

11. Engagier dich aktiv für den Umweltschutz:

• Petitionen unterschreiben.

• bei Aktionen mitmachen, auf Demos gehen, Briefe ans Ministerium schicken.

• deine Freunde, Familie, Kinder und Bekannte aufklären (natürlich auf nette, wohlwollende Art und Weise :)).

12. Gehe wählen:

Wenn dir die Umwelt am Herzen liegt informiere dich vor jeder Wahl, welche Parteien sich für den Umweltschutz einsetzen. Nimm dir Zeit und lese dir die wichtigsten Statements der Parteien durch. Politiker haben sehr viel Macht. Ich weiß: manchmal ist es schwer da durchzublicken oder keine Partei überzeugt so richtig. Aber wenn wir nicht wählen gehen tun es andere trotzdem. Und mit den Ergebnissen müssen dann auch wir leben.


Puh, das war aber jetzt viel Input, oder? Einiges kanntest du sicher schon und anderes war dir vielleicht neu.

Es geht aber auch gar nicht darum sofort alles perfekt umzusetzen. Ich hatte zum Beispiel die letzten Jahre die Regel höchstens zweimal im Jahr zu fliegen (jeweils Hin- und Rückflug). Das ist sicherlich für manche viel und für manche unvorstellbar wenig. Dafür lebe ich komplett vegan, nehme immer Stofftaschen zum Einkaufen mit, kaufe Bio-Lebensmittel, sammele Wildkräuter, unterschreibe jede Menge Petitionen und kaufe nur selten Neues usw. Es bringt auch nichts sich gegenseitig zu kontrollieren oder fertig zu machen, dass man noch zu wenig macht. Jeder Schritt ist ein wichtiger Schritt und bringt uns dem Ziel ein Stück näher.

Insgesamt geht es darum, achtsam und bewusst zu handeln. Diese Eigenschaften werden auch durch die Yogapraxis gestärkt. Wenn du viel Yoga machst merkst du vielleicht automatisch, dass du feinfühliger gegenüber der Umwelt und anderen Lebenswesen wirst. Du spürst deine eigenen Bedürfnisse immer mehr. Yoga kann dabei helfen Stress abzubauen statt ihn durch übermäßigen Konsum auszugleichen. Natürlich musst du aber kein Yoga machen, um die Umwelt zu schützen!

Vielleicht fragst du dich jetzt, wie du anfangen sollst ohne überfordert zu sein oder das Gefühl zu haben auf etwas zu verzichten?

Du könntest dir zum Beispiel jeden Monat einen Punkt von der Liste vornehmen und Schritt für Schritt mit Spaß und Entdeckergeist in Richtung Umweltbewusstsein gehen. Manche Dinge kannst du vielleicht ganz einfach und schnell in deinen Alltag integrieren und bei anderen Gewohnheiten dauert es länger. Das ist ganz normal. Bleib entspannt. Zur Unterstützung kannst du Yoga machen, um vor lauter Umweltschutz nicht in Stress zu geraten 😉

Hast du noch andere Tipps, was man für den Umweltschutz tun kann?


Quellen:

1. http://www.umweltschutz.de/

2. https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/klimawandel/klima- treibhauseffekt#textpart-1

3. https://www.umweltbundesamt.de/daten/land-forstwirtschaft/beitrag-der-landwirtschaft-zu-den-treibhausgas#textpart-1

4. https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2018-08/klimawandel-erderwaermung-duerre-risiko-klima- forschung-kippelemente

5. https://www.zeit.de/thema/klimawandel

Quellen zuletzt geprüft am 01.08.2019

 

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